Steht das Stilbrvch vor dem aus?

Liebe Feierwütige, Kulturbegeisterte, liebe Gäste,

 so traurig es ist, aber wir müssen euch mitteilen, dass die Zukunft des Stilbrvch gegenwärtig mehr als unsicher ist. Mitte Januar 2014 stimmt die Studierendenschaft erneut über ein Parlament zur Vertretung ihrer Interessen ab. Mit dieser Wahl steht auch das Stilbrvch zur Diskussion, da sich einflussreiche Hochschulgruppen wie die ADF und der RCDS weiterhin gegen das Kulturkollektiv aussprechen. Angesichts des unklaren Ausgangs dieser Wahl wissen wir nicht, ob wir unsere Arbeitsweise als Kulturkollektiv, unsere offene Struktur und unsere Veranstaltungskonzepte auch in Zukunft umsetzen können – ohne diese wäre das Stilbrvch jedoch nicht mehr das Stilbrvch.

Schon nach der letzten Wahl war unsere Zukunft mehr als ungewiss. Doch unerwarteterweise bildete sich eine AStA Koalition aus Jusos, Grüner Hochschulgruppe und ADF, die eine Fortsetzung unserer Arbeit ermöglichte. Insbesondere die „Jusos“ und die „Grünen“ respektierten den selbstverwalteten Charakter des Stilbrvch. Absprachen, die die Autonomie des Stilbrvch vor Eingriffen der Hochschulpolitik schützen, haben im letzten Jahr gut funktioniert. Zugleich wurde eine Loslösung des Stilbrvch vom hochschulpolitischen Klein-Klein anvisiert: Mit der Gründung eines selbstverwalteten Kulturreferats sollte das Kulturkollektiv institutionalisiert werden, so dass Kulturarbeit „von Studierenden für Studierende“ auf Dauer sicher gestellt würde.

Nun, ein knappes Jahr später, glauben wir nicht mehr daran, dass dieses selbstverwaltete Referat Realität werden kann. Während wir mit den Jusos und den Grünen im Zuge des Ausgründungsprozesses in einem kontinuierlichen Dialog standen, stellt sich die ADF als größte hochschulpolitische Gruppe quer. Zwar gelang es uns, einzelne VertreterInnen der ADF vom Sinn eines selbstverwalteten, offenen und auf ehrenamtlicher Arbeit aufbauenden Referat zu überzeugen. Doch der Großteil dieser Hochschulgruppe bevorzugt es, unsere Erfahrung zu ignorieren und sich stattdessen mit eigenen Ausgründungskonzepten zu beschäftigen. Die bisherigen Vorschläge der ADF bezüglich der Ausgründung waren dementsprechend realitätsfern und würden ein Ende des Stilbrvch in seiner jetzigen Form bedeuten.

Angesichts dessen ist für uns klar, dass es mit der ADF weder kurz noch langfristig ein Stilbrvch geben wird. Falls es mit der kommenden Wahl zu einem ADF geführten AStA kommt, ist dies das Ende des Stilbrvch, da die ADF unsere Arbeitsweise weder versteht noch respektiert!

 Jetzt heißt es aktiv zu werden. Informiert die Leute, die das Stilbrvch mögen über die aktuelle Situation. Gebt eure Stimme bei den Hochschulwahlen Gruppen, die das Stilbrvch in seiner jetzigen Form beibehalten wollen. Kommt beim Plenum vorbei, wenn ihr euch unserem Kampf für eine bunte und partizipative Kulturarbeit anschließen wollt.

Achtet auf Ankündigungen auf der Homepage, im Facebook und in der Stadt!

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2 Kommentare zu “Steht das Stilbrvch vor dem aus?
  1. verena sagt:

    Das Stilbrvch-Projekt darf nciht sterben!!!!!
    Ich bin als nicht-mehr-immatrikulierte Frau soo gerne in diesem Club, weil hier eine so sympathische, freundliche, menschliche und respektvolle Atmosphäre herrscht, wie in keinem anderen Club in 50 km Umkreis. Sogleich ist es ein vibrierender, lebendiger melting-pot an künstlerischen Ausdrücken, sei es in Deko, Musik oder anderer Kulturarbeit, der im Austausch auch mit Nicht-Göttinger Gruppen steht. Das ist so in der Form ganz einzigartig und immens wichtig für Göttingen. Hier ist tatsächlich HERZ-Einsatz der vielen, überwiegend ehrenamtlich tätigen Menschen zu spüren. Da ist Begegnung möglich.
    Ich rufe alle studierenden, wahlberechtigten Frauen auf, mit Ihrer Wahl ein Fortbestehen des Stilbrvch in seiner gegenwärtigen Organisationsform ZU UNTERSTÜTZEN.

  2. Thore Sabberkopf sagt:

    das ist super scheiße!

1 Pings/Trackbacks für "Steht das Stilbrvch vor dem aus?"

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