Awareness

Hallo ihr alle!

Wir freuen uns auf einen schönen Abend zusammen; es geht immerhin um nichts weniger als elektronische Tanzkultur …

Zu unserem Anspruch an eine gelungene Party gehört, dass ALLE dort den ganzen Abend unbeschwert feiern können. Das heißt: Wer andere, egal ob auf oder abseits des Dancefloors, verbal oder nonverbal beeinträchtigt, ist bei uns nicht willkommen! Wir möchten betonen, dass die Schwelle, bei der es zu Einschränkungen anderer kommt, von uns deutlich niedriger angesehen wird, als dies sonst in der Clublandschaft üblich sein mag.

Auch wenn ihr das vielleicht von anderen Parties kennt: Verhalten, das nicht von allen Beteiligten gewollt ist, werden wir nicht hinnehmen. Fehlende Rücksichtnahme beim Tanzen, aggressives Anmachen und Antanzen sind ebenso unangebracht wie vermeintliche Kavaliersdelikte (dämliche und oft diskriminierende Sprüche). Alles, was darüber hinausgeht, darf erst recht nicht toleriert werden!

Seid respektvoll im Umgang miteinander und achtet die Grenzen anderer. Bei Veranstaltungen, die vom Kulturkollektiv organisiert oder unterstützt werden, gibt es Menschen, die darauf achten, dass alle Anwesenden ungestört feiern können: die Backup Group. Die Security an der Tür und alle weiteren veranstaltenden Menschen sind sich auch der oben genannten Problematik bewusst.

Trotzdem können wir nicht jederzeit alles sehen und hören. Deswegen unser Appell an Euch: Bitte sprecht uns an! Wenn ihr die Backup Group gerade nicht finden könnt auch die Security, Theke, Kasse, Garderobe oder bekannte Gesichter. Für uns ist es sehr wichtig, auf entsprechende Situationen schnell und treffend reagieren zu können. Je früher wir aufmerksam gemacht werden, desto schneller können wir darauf reagieren.

Schöne Parties leben von eurer Solidarität!

Euer Kulturkollektiv

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Es ist deutsch in Kaltland

»Das Volk ist niemals tümlich« – Bertolt Brecht

Wir müssen reden. Und ausnahmsweise nicht über Techno, Psytrance, Breakbeat, Rap oder Punk. Sondern über das, was zur Zeit außerhalb unserer Blase passiert. Wem die nachfolgende Meinungsäußerung nicht passt, hat im Stilbrvch nichts verloren.

Freital, Heidenau, Witzenhausen, Dortmund, Berlin, und und und. Was ist hier eigentlich los?
Flüchtlingsunterkünfte werden massenhaft angezündet. In Freital und Heidenau werden Unterkünfte von hetzparolenschreienden „besorgten Bürgern“ und „Asylkritikern“ belagert und mit Flaschen und Böllern beworfen, während die Polizei damit beschäftigt ist, Unterstützer*innen aus der Stadt zu prügeln, um die Lage zu „deeskalieren“.
In Dortmund patrouilliert die Partei „Die Rechte“ mit T-Shirts auf denen „Stadtschutz“ steht auf den Straßen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln und verbreitet seit Jahren ein Klima der Angst.
In Berlin mussten das Willy-Brandt-Haus und die LaGeSo wegen Bombendrohungen geräumt werden und in der Ringbahn pinkeln besoffene Nazis auf Kinder.
In Witzenhausen wurden Geflüchtete und deren Betreuer vor hunderten Leuten von Faschos verprügelt, ohne dass jemand auf die Hilferufe reagiert hat. Volksfest mit Betonung auf Volk.
Die Liste ließe sich derzeit leider noch deutlich länger fortsetzen.
Währenddessen marschieren PEGIDA und deren Ableger/Varianten, um sich als die Mitte der Gesellschaft auszugeben und die bürgerlichere Fratze der AfD sitzt in Landtagen und dem Europaparlament.
Rassismus und Hetze sind wieder en Vogue geworden. Sei es gegen Griechenland oder Flüchtlinge.
Das ach so weltoffene Göttingen ist zwar bislang von größeren Schrecken verschont worden, bildet aber keine Ausnahme. Burschis, die mit Softair-Sturmgewehratrappen auf selbstverwaltete Wohnprojekte schießen, Naziübergriffe auf Linke mitten in der Innenstadt und der bürgerliche Protest gegen eine Flüchtlingsunterkunft auf den „exklusiven“ Zietenterrassen.

Derweil tobt auf Facebook in den Kommentarspalten der Lokalpresse der rassistische Mob und die Social Media Abteilung des GT ist scheinbar total überfordert, während sich kleinbürgerliche Existenzen unter Klarnamen gegenseitig in immer radikalere Hasstiraden hochschaukeln und Geifer spucken. Zum Glück gibt es dort noch einige unermüdliche Gegenwehr. Die Kommentare werden neuerdings von der Facebook-Seite „Göttinger Zustände“ dokumentiert.
Die Politik ist entweder überfordert, desinteressiert oder kopiert gleich direkt die rechten Parolen. (I’m looking at you, Horst Seehofer.) Wenn sie sich dann endlich mal zu den richtigen Worten hinreißen lassen, dann wird sie von hochrangigen Polizist*innen angezeigt, wie das Geschehen um die Äußerungen Wolfgang Thierses zeigt.
Währenddessen müssen immer mehr Menschen flüchten, sei es aufgrund ihrer Ethnie, Religion, sexuellen Orientierung, ihres Geschlechts oder vor Kriegen, die mit Waffen „made in Germany“ geführt werden. Diejenigen, die es bis hierher geschafft haben und eigentlich in Sicherheit sein sollten, werden mit blankem Hass und purem Neid empfangen und auf engstem Raum zusammengepfercht, da die Politik geopolitische Entwicklungen ignoriert hat. Eigentlich wurde ja gehofft, dass das verschärfte Asylrecht Menschen davon abhält, nach Europa zu flüchten.
Neid worauf eigentlich? Wer ist bitte so kaputt jemanden zu beneiden, der nichts hat? Was ist nur mit diesen Menschen falsch gelaufen, dass sie so herzlos werden konnten? Und wie zum Teufel soll man solche Menschen noch erreichen? Die sind für eine progressive Gesellschaft doch unrettbar verloren, oder nicht?

„Ich bin kein Rassist, aber…“, „Nazi-Keule“, „Meinungsfreiheit“, „Toleranz“,„linksgrünantideutschkomponistenversiffte Gutmenschen“, „Jeder, der Flüchtlingen helfen will, soll selbst einen aufnehmen (und wird dann später genau dafür bedroht)“, „schweigende Mehrheit“, „Wirtschaftsflüchtlinge“, „macht doch mal was für die Deutschen (wahlweise Obdachlose, Studierende oder Rentner*innen)“ und „kann denn nicht endlich mal jemand an die Kinder denken!?!“ und trotzdem will keiner von denen rechts sein. Geschweige denn Rassist*in oder Nazi. Wenn das die Mitte der Gesellschaft ist, dann ist es nicht wert, das als Gesellschaft zu bezeichnen.
Wir können den Scheißdreck einfach nicht mehr hören! Keine Toleranz der Intoleranz! Zeigt dem Rassist*innenpack klare Kante und grenzt sie aus. Lasst eure Freund*innen nicht alleine stehen, wenn sie Rassist*innen, Nationalist*innen, Sexist*innen, Antisemit*innen oder Homophoben die Stirn bieten! Macht die Fresse auf. Egal ob im Internet oder im echten Leben. Macht euch bemerkbar und zeigt Gesicht. Zeigt denen auf, wie widerlich sie sind und wie sehr sie sich schämen müssten. Deren Argumente halten nicht lange (im Durchschnitt haben die ein Portfolio von drei Argumenten, die auf bewussten Falschinformationen oder Verfälschungen basieren). Bildet euch. Bildet andere. Bildet Banden. Wir trauen euch zu, klüger und empathischer zu sein als diese Menschen. Wenn nicht bald alle anpacken verlieren wir so langsam den Glauben an die Menschheit.

#RefugeesAreWelcome
#WennihreinenNazisehtdannb*xtihn*sie
#DeutscheZustände

P.S.: Das Ganze ist übrigens absolut nichts Neues, wird aber durch soziale Medien einfach sichtbarer und radikalisiert. Trotzdem ey, irgendwann ist ja wohl mal Schluss! Geschichte muss sich nicht wiederholen, das ist kein Naturgesetz, verdammte Scheiße!

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Veranstaltungsreihe: DIY – Kunst, Kultur & Kreativit

Ein Werkzeugkasten für DIY-Projekte: Wenn in Zeiten marktförmiger Kulturindustrie und knapper Kulturförderung langeweile aufkommt, müssen wir uns selber helfen. Kulturveranstaltungen und spektakuläre Partys selbst zu organisieren, ist eigentlich nicht schwer. Schwieriger ist es jedoch, dies gemeinsam zu tun – ohne Hierarchien und Gewinnabsicht, aber dafür mit der geballten kreativen Energie einer Gruppe. Wie das funktionieren kann, beleuchten wir in der Veranstaltungsreihe „Do it Yourself: Kunst,Kultur und Kreativität“ ab November 2014.

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Mach doch mal mit!

Du bist kreativ? Du kennst dich mit Technik aus?

Du möchtest lieber ohne diskriminierenden Mist feiern?

Du hörst gerne Musik und magst Katzen?

Du bist nichts dergleichen aber einfach interessiert?

 

Jeden Montag um 19.30 findet im Stilbrvch das Plenum statt, in dem wir verschiedenste Dinge planen und disktuieren, die den Laden, uns und andere betreffen. Außerdem findet Mittwochs gegen 18 Uhr der „Open Space“ statt. Hier wird gearbeitet, gebastelt, geputzt, vorbereitet, Mate getrunken, geplaudert und in Arbeitsgruppen diverse Dinge besprochen. Komm doch einfach mal vorbei und lerne uns kennen!

Du hast nur 2 Stunden, 30 Minuten oder eine Minute Zeit?

Wie gesagt, niemand ist hier angestellt und jede*r bringt sich nur so stark ein, wie es ihm/ihr möglich ist. Es ist also gar kein Problem, nur ein bisschen zu tun. Wir sind dankbar für jede Unterstützung, egal wie klein sie ist. Du kannst Beispielsweise verschiedene Schichten auf Partys übernehmen (2 Stunden Arbeitsaufwand), vor der Party mit anfassen, Möbel schubsen, das Bühnenbild und die Deko mitgestalten, oder einfach deine Ideen mit uns teilen.

Du wolltest schon immer mal etwas bestimmtes ausprobieren?

Zu wenig Goapophiphopjazzrockstep-Partys in deiner Umgebung? Selbst ist die Frau/der Mann! DIY! Wir helfen dir gern, deine Ideen umzusetzen und freuen uns auf eine Erweiterung unseres kulturellen Panoramas. Außerdem kannst du hier auflegen, malen, schreiben, spielen oder dich anderweitig kreativ beschäftigen. Alles ist möglich!

Courage & Rücksicht

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die alles zusammenhalten. Deswegen bist auch du uns stets eine große Hilfe, wenn du rücksichtsvoll, respektvoll und freundlich zu deinem Umfeld bist. Mach keinen Dreck, zerschmeiß keine Gläser, zeig Courage, wenn du Zeuge/Zeugin eines Übergriffs wirst. Nur durch Rücksicht und Hilfsbereitschaft können wir Woche für Woche so schöne Abende gemeinsam erleben. Einfach gesagt: Bitte hilf uns, indemdu einfach ein guter Mensch bist 🙂

Meow! Wir freuen uns sehr auf dein Engagement!

Dein Kulturkollektiv Göttingen

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Offener Brief des KulturKollektivs – III

Offener Brief des KulturKollektivs – III

Liebe Menschen,

wir wenden uns nun zum dritten Mal an euch, um euch nach den für uns sehr anstrengenden, letzten Monaten auf den neuesten Stand zu bringen. Seit Januar ist für uns klar, dass wir nicht wie bisher mit einem solidarischen AStA zusammenarbeiten. Wir führen dementsprechend Gespräche mit dem neuen AStA, bestehend aus ADF/RCDS/UM, um eine Fortführung unserer Arbeit und eine mittelfristige Loslösung des Stilbrvchs vom AStA zu erreichen. Diese Gespräche verlaufen jedoch zunehmend schleppend. Wir können euch deshalb weiterhin nichts Verbindliches zur Zukunft des Stilbrvchs sagen.

Für uns gestalten sich diese Gespräche sehr schwierig: Zum einen sind die Diskussionen mit dem neuen AStA sehr schwammig. Konkrete Standpunkte werden zu selten benannt und wir wissen immer noch nicht genau, wie die Arbeit in den nächsten Monaten aussieht. Einige Anzeichen gibt es jedoch: Unsere bisherige Praxis der Vergabe von Terminen durch das Plenum wurde beispielsweise übergangen. Weitere Ereignisse zeugen von Misstrauen uns gegenüber. Zugleich scheint der AStA studentische Kulturarbeit nicht besonders Wert zu schätzen: Bisher wurde kein Kulturreferent gewählt. Verabredete Treffen zwischen AStA und KulturKollektiv wurden einseitig abgesagt.

Dabei drängt die Zeit – es häufen sich im Montags-Plenum bereits Anfragen von VeranstalterInnen. Ausstehende Renovierungsarbeiten müssen zeitnah erledigt werden. Vor allem haben wir als KulturKollektiv aber große Lust uns wieder unserem eigentlichen Projekt zu widmen: Studentische Kulturarbeit von Studierenden für Studierende.

So zeigt die Situation, dass grundsätzlich eine Loslösung des Stilbrvchs vom schwerfälligen AStA nötiger denn je ist. Für eine kontinuierliche Arbeit ist dies unerlässlich. Deshalb gilt es zur Zeit, einerseits eine kurzfristige Fortführung unserer Arbeit zu ermöglichen. Wichtiger ist es jedoch, mittelfristig den seit Jahren anvisierten Ausgründungsprozess zum Abschluss zu bringen. Wir würden dazu bereits jetzt Gespräche führen, die AStA-tragenden Gruppen verweisen jedoch auf die (ferne) Zukunft.

Wie es im Stilbrvch weitergeht, ist also unverändert sehr unsicher. Wir, als KulturKollektiv, wollen jedoch alles tun, um unsere erfolgreiche Arbeit fortzuführen und das Stilbrvch in seiner bisherigen Form zu erhalten. Weitere Infos folgen, im Moment geht jedoch viel Energie bei kräftezehrenden Verhandlungen verloren.

Here to stay, here to dance, here to play!

Euer KulturKollektiv

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Wahlinfos

Wahlinfo des Kulturkollektiv

Zur Zeit findet die Wahl zum Studierendenparlament statt. Auch wir als „Kulturkollektiv“ bringen uns in den aktuellen Wahlkampf ein – als nicht wählbare Dritte, deren Herzensangelegenheit maßgeblich vom Ausgang der jetzt stattfindenden Uni-Wahl abhängt. Als Kulturkollektiv verwalten wir seit 3 Jahren erfolgreich den studentischen Veranstaltungskeller Stilbrvch. Dies funktioniert jedoch nur aufgrund funktionierender Zusammenarbeit mit dem AStA, die auf gegenseitigem Vertrauen und Selbstverwaltung fußt. Mit den anstehenden Wahlen zeigt sich für uns, dass wir nicht von allen Fraktionen des Studierendenparlaments die dazu nötige Unterstützung erwarten können. Die Forderungen einiger Hochschulgruppen stellen den Charakter des Stilbrvch radikal in Frage – ob mit deren Einfluss das Stilbrvch weiterexistieren kann, scheint uns gegenwärtig sehr unsicher.

Um es klarzustellen: Eure Wahl sollte nicht allein vom Fortbestand eines Veranstaltungskellers abhängen – abseits des Stilbrvch gibt es viele Gründe verschiedene Hochschulgruppen zu wählen. Für alles abseits des Stilbrvch und eines möglichen selbstverwalteten Kulturreferats müsst ihr euch jedoch anderswo schlau machen – unserere „Wahlinfo“ bezieht sich nur auf die Positionen verschiedener Gruppen zum Stilbrvch:

Arbeitsgemeinschaft demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF)
Die ADF kritisiert das Stilbrvch für die Fokussierung auf „Nischenveranstaltungen“. Dementsprechend wollen sie durch andere Veranstaltungsformate das Stilbrvch „für alle öffnen“. In der Vergangenheit haben sie gezeigt, dass sie den Gedanken eines selbstverwalteten Kulturreferats ablehnen. Dabei bevorzugt die ADF die Leitung des Stilbrvch durch gewählte ParlamantarierInnen.

Basisgruppenliste

Die Basisgruppenliste setzt sich für eine Loslösung des Stilbrvch vom AStA ähnlich dem Hochschulsport ein – also als selbstverwaltetes Kulturreferat unter parlamentarischer Aufsicht. Grundsätzlich fordert sie, dass sich „Kultur frei entfalten kann“ und sieht im Kulturkollektiv „gute Voraussetzungen dafür“.

Grüne Hochschulgruppe (GHG)

Die GHG bezeichnet das Kulturkollektiv einerseits als eine „Horde verrückter“ – begrüßt jedoch gleichzeitig das man dort eine „vielseitige Zeit erleben darf“. In der Vergangenheit haben sie uns bei den Bemühungen um eine Institutionalisierung als selbstverwaltetes Referat unterstützt und wollen das auch weiterhin tun.

Juso Hochschulgruppe (JUSOS)
Die Jusos möchten das Stilbrvch als „etablierte Struktur unabhängig von einer AStA-Koalition erhalten“ und fordern einen Abschluss der „lange geplanten“ Ausgründung. In der Vergangenheit hat uns die Juso HSG und ihre Vertreter im AStA bei vielen Gelegenheiten unterstützt und sich aktiv im Ausgründungsprozess eingebracht.

Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS)

Der RCDS findet das Stilbrvch „verwahrlost“ und hält es einen „ideologischen Freiraum“ der nebenbei ein finanzielles Grab ist – dementsprechend fordert der RCDS einen Neuanfang des Stilbrvch. Der RCDS lehnt ein selbstverwaltetes Referat „kategorisch ab“ und hat sich in der Vergangenheit in keiner Weise kulturpolitisch interessiert gezeigt.

SchwarzRotKollabs (SRK)

SchwarzRotkollabs möchte das Stilbrvch möglichst aus dem hochschulpolitischen „Kleinklein“ lösen und fordert von daher ebenfalls eine möglichst weit reichende Autonomie des Stilbrvch. Grundsätzlich steht SRK für vielfältige Kulturarbeit und hat sich früher viel im Stilbrvch eingebracht.

Unabhängige Mediziner (UM)

Die unabhängigen Mediziner finden sie dass fast jedem Studierenden das Stilbrvch mit seinem Angebot bekannt sein dürfte.Grundsätzlich möchten sie „das Stilbrvch in seiner jetzigen Form erhalten“ und wollen sich für ein „quasi autonomes Handeln des Kulturkollektivs einsetzen“ um so „die Zukunft des Stilbrvchs zu sichern.“

Alphabetisch sortiert – Wir haben möglicherweise Gruppen nicht berücksichtigt, deren Position zum Stilbrvch wir nicht kennen –die vollständigen Positionen findet Ihr in den Wahlprogrammen!

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Hintergründe

Mit den anstehenden Uni-Wahlen steht auch die Zukunft des studentischen Veranstaltungskellers Stilbrvch zur Diskussion. Nach drei Jahren erfolgreichem Veranstaltungsbetrieb werden zentrale Aspekte des Stilbrvch in Frage gestellt. Spätestens angesichts der anstehenden Uni-Wahlen zeigt sich, dass mehrere Hochschulgruppen die Selbstverwaltung des Stilbrvch durch das Kollektiv ablehnen Mit zum Teil haarsträubenden Behauptungen wird im Wahlkampf Stimmung gegen das Stilbrvch gemacht.

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From Stilbrvch with love

…einige Videos geben einen Einblick, warum uns das Stilbrvch so am Herzen liegt.

Danke an Fabian Fess für die Erstellung und alle, die mitgemacht habe. Nicht nur bei den Videos sondern in den letzten 3 Jahren!

 

Einmal hier klicken zum anschauen: Weiterlesen ›

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Das Stilbrvch wird zum Wahlkampfthema

Wie befürchtet, wird das Stilbrvch nun zum Thema im Wahlkampf um die kommenden Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa). Nächste Woche finden die Wahlen statt, und leider hängt auch die Zukunft des Stilbrvch davon ab. Das Stilbrvch ist Teil der studentischen Selbstverwaltung und funktioniert dementsprechend nur Dank der Unterstützung einer Mehrheit im StuPa. Angesichts dessen ein kleiner Faktencheck zur aktuellen Stimmungsmache in der ADF-Publikation „Wadenbeisser“.

Im Wahlkampf zeigt sich, dass zwei Hochschulgruppen massiv Stimmung gegen das Stilbrvch machen. Während wir beim RCDS nichts anderes erwartet haben, sind wir angesichts der massiven Falschbehauptungen und Lügen seitens der Fraktion „ADF“ schockiert und frustriert. Wir werden uns dazu noch ausführlicher äussern, aber vorerst muss ein nüchterner Faktencheck genügen. Vieles, von dem was wir schreiben, können wir durch Quellen wie Sitzungsprotokolle, Aussagen von EX-ADFlern, Haushaltsberichten und Ähnlichem widerlegen – eine Sammlung der Quellen folgt die Tage.

Unser „Faktencheck“ im Wortlaut:

Eine Stellungnahme des Kulturkollektivs zu 21 Lügen auf zwei Seiten:
“Ein Stilbrvch für alle – ADF legt nachhaltiges Konzept vor” (Wadenbeißer #104, 13.1.14, S.10-11)

Liebe  LeserInnen,

wir sind das „Kulturkollektiv“ – ein bunter Haufen Studierender aller Fachrichtungen, die den Veranstaltungskeller Stilbrvch auf dem Campus betreiben. Das Stilbrvch existiert seit drei Jahren in den vormaligen Räumlichkeiten des Vertigo, einem eher schlecht als recht betrieben studentischen Veranstaltungskeller. Seit nun mehr drei Jahren führen wir den Laden kollektiv als offenen Raum für kulturell engagierte Studierende. In der Zeit haben wir unzählige Veranstaltungen organisiert und unterstützt, die von tausenden Gästen besucht wurden.

Zugleich ist das Stilbrvch Teil der studentischen Selbstverwaltung und damit von den Wahlen zum Studierendenparlament abhängig. Wir sind nun entsetzt und fassungslos, mit was für Behauptungen im derzeitigen StuPa-Wahlkampf gegen uns Stimmung gemacht wird. Angesichts der dreisten Lügen und Falschbehauptungen im „Wadenbeißer“ wollen wir hier eine Auswahl an Aussagen auffassen, die aus unserer Sicht schlicht falsch und erlogen sind. Was in der Publikation der ADF behauptet wird, lässt sich durch Sitzungsprotokolle, Chronologien, Aussagen von ex-Mitgliedern und offiziellen Berichte widerlegen. Eine entsprechende Sammlung werden wir zeitnah auf unserer Homepage veröffentlichen. Lasst euch nicht hinter das Licht führen! Hinterfragt die ADF!

1. „Vielmehr wurde auf Nischenveranstaltungen gesetzt“
Tatsächlich planen wir unsere Veranstaltungen entlang von Stilrichtungen und Genres. Zugleich versuchen wir stets eine ausgewogene Veranstaltungsauswahl zu bieten und alle Genres abzudecken. Dies umfasste auch klassische „Studi-Partys“ wie den Campus Club oder Fachschaftspartys, auf denen eher Charts-Musik gespielt wird. Auch hat allein letztes Jahr sechs Mal unser (hauseigenes) DJ-Duo D’n’D aufgelegt, die ebenfalls Charts und Mainstream spielen. Abseits davon: Wer hält Techno-Partys im Jahr 2014 noch für „Nischenveranstaltungen“?

2. „Die Durchführung eigener Veranstaltungen gestaltete sich bisweilen als schwierig“
Die Durchführung von Veranstaltungen ADF-naher Gruppen gestaltete sich 2013 tatsächlich zwei Mal als schwierig: Im April bestand die DAF (der Jura-Ableger der ADF) auf eine Party während der Veranstaltungs- und Umbaupause (die jedes Jahr in dem Zeitraum liegt). Im Oktober wiederum haben DAFler mit unverschämten und beleidigendem Auftreten („linke Bazillen“) reichlich Unterstützung verspielt – die Party fand übrigens trotzdem statt.

3. „Die Vergaberichtlinien sind intransparent“
Die Vergabepraxis ist relativ simpel: Montags ab 19:30 im Plenum vorbeikommen und nach einem Termin fragen. Die Vergabe erfolgt nach dem „first come, first serve“-Prinzip. Wer langfristig planen möchte, kann auch gerne Monate im Voraus einen Termin reservieren. Bei Terminkollisionen versuchen wir, einen Kompromiss zu vermitteln.

4. „keine RCDS-Veranstaltungen“
Organisatorisch läuft es bei uns so, dass alle, die eine Party bei uns organisieren wollen, zu uns kommen und diesen Wunsch äußern. Der RCDS hat das einfach noch nie getan.

5. „Nicht nur die Studierenden, sondern auch die Räumlichkeiten und das Inventar hatten stark unter dieser Leitung zu leiden“
Wir hatten in den vergangenen drei Jahren keinen einzigen Gast, der sich beschwert hätte, unter unserer Leitung zu „leiden“. Wenn es ein Problem mit Gästen gab, dann eher dass sie um sieben Uhr morgens nicht einsehen wollten, dass die Musik jetzt aus bleibt und sie wirklich nach Hause gehen müssen.
Als Vermieterin ist die Universität und nicht das Kulturkollektiv für die Instandhaltung der Räumlichkeiten verantwortlich. Auch wir wünschen uns, dass die Universität dieser Rolle gerecht wird. Das Inventar hingegen ist in Ordnung – natürlich gibt es Abnutzungserscheinungen, die wir jedoch kontinuierlich beheben und etwa kaputte Stoffmöbel nach und nach durch brandsicherere Ledersofas ersetzen. Insgesamt war die technische Einrichtung (Kühlschranke, Kühlraum, PA-Anlage etc.) des Vertigos in erbärmlichem Zustand, als das Kulturkollektiv den Laden 2011 übernommen hat. Es wurde seit dem etwa die PA-Anlage umgebaut, um die technischen Fehler bei der Einrichtung des Vertigos auszubügeln und jetzt bei Konzerten und Partys einen überdurchschnittlich guten Sound zu haben.

6. „bei einem NutzerInnenplenum fehlt die demokratische Legitimation“
Stimmt. Deshalb haben wir nie eine reine Verwaltung durch ein NutzerInnenplenum gefordert, sondern im Ausgründungskonzept eine Aufsicht durch das Studierendenparlament vorgesehen. Eine Struktur, die sich am Aufbau des seit Jahren erfolgreich arbeitenden Sportreferats orientiert, das die ADF seinerzeit selbst unterstützt hat. Im Zuge des Ausgründungsprozesses hat die ADF genau dies dann allerdings abgelehnt.

7. „die Stimmen der ADF wären für eine Ausgründung nicht zwingend notwendig gewesen“
Für eine Ausgründung braucht es eine 2/3 Mehrheit im Studierendenparlament, die ohne Unterstützung der ADF nicht möglich gewesen wäre. Rein rechnerisch wäre auch der RCDS in Frage gekommen, was in der Realität wohl kaum funktioniert hätte. Das Argument ist daher (rechnerische) Haarspalterei und ein Versuch, sich aus der Verantwortung zu ziehen.

8. „ein Teil der Studierendenschaft sowohl als Gast auch als Veranstalter wurden kategorisch ausgeschlossen“
Im Stilbrvch sind farbentragende Verbindungsstudenten unerwünscht – eine Praxis, die von diversen Göttinger Gastwirten und Discotheken so gehandhabt wird. Ansonsten gilt lediglich, dass sich alle Gäste an die Spielregeln des guten gesellschaftlichen Umgangs miteinander halten müssen und kein Gast aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft etc. diskriminiert werden sollte.

9. „die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Angebote bei weitem nicht so pluralistisch sind, wie immer betont wird“
Ins Kulturkollektiv kommen und gehen ständig Menschen, die sich im Stilbrvch engagieren wollen. Kritik daran, dass wir jemanden von der Mitarbeit ausgeschlossen haben, kam in drei Jahren Stilbrvch nicht einmal. Im Übrigen arbeiten wir durchaus auch mit Leuten aus der ADF zusammen – bspw. bei Fachschaftspartys.

10. „Die Buchführung ist lückenhaft“
Die Buchführung des Stilbrvch wird jährlich durch Revisoren überprüft. In den letzten zwei Jahren gab es keine Beanstandungen. Viel mehr wurde seitens der Buchprüfer die Veranstaltungsplanung gelobt. Die Haushaltsberichte sind übrigens auf der AStA-Webseite einsehbar.

11. „das Stilbrvch hat seit 2011 Verluste in Höhe von 19000 bis 25000 € erwirtschaftet“
Womit die Verluste seit dem Neustart als „Stilbrvch“ im Vergleich zur Zeit des ADF-geführten „Vertigo“ mindestens halbiert sind. Zugleich hat sich die Veranstaltungszahl und die Zahl der Gäste vervielfacht. Allerdings gilt grundsätzlich, dass das Stilbrvch als studentischer Veranstaltungskeller keine Gewinne erwirtschaften kann und darf. Es ist eben kein professioneller Laden, der sich selbst tragen kann. Kein kommerzieller Betreiber würde sich eine solche Location ans Bein binden mit so niedrigen Decken und einer kleinen Bühne. Die Zuschüsse des AStA betragen in der jährlichen Umlage pro StudentIn ca. 60-70 Cent. Dabei machen die Zuschüsse lediglich einen Bruchteil unserer Einnahmen aus, mit deutlich sinkender Tendenz seit 2011.

12. „das Stilbrvch ist eine teure, private Spielwiese einiger weniger“
Das sehen Dutzende Kollektivistas, zig Ehrenamtliche und einige tausend Gäste im Jahr 2013 sicher anders. Das Stilbrvch ist ein Experiment mit studentischer Kultur, mit Veranstaltungen von Studierenden für Studierende. Wir sind selbst vom Erfolg des Projektes, dem Andrang auf unsere Veranstaltungen und dem überregionalen Bekanntheitsgrad überrascht. Dennoch gilt auch: Es ist noch Luft nach oben, wir freuen uns über (noch) mehr Beteiligung und weitere Veranstaltungsideen, sofern die ADF den Laden nicht schließt oder mit absurden Konzepten unmöglich macht.

13. „Die Aussage des Kollektivs, die Arbeit würde maßgeblich von Ehrenamtlichen erledigt, entspricht lediglich 2011 der Wahrheit“
Der reine Veranstaltungsbetrieb bindet im Monat ca. 400-500 Arbeitsstunden für die Durchführung eigener und die Betreuung externer Veranstaltungen. Dazu kommen Wartungsarbeiten, Dekoration, Bürokratie, Lieferungsannahme, Putzen, etc. (ca. 150 Stunden). Bezahlt werden monatlich etwa 150 Arbeitsstunden, wenn man den gesetzlichen Mindestlohn zugrundelegt (1240€ Monat / 8,50€ = 145 Stunden).  Konkret arbeiten im Stilbrvch sechs bezahlte Kollektivistas (5x 175€ und 1x 350€ monatlich) und 50-100 Ehrenamtliche. Diese Zahlen sind im Groben seit 2011 unverändert.

14. „2012 waren es schon 7200€ und 2013 18300€“
Womit die ADF bewiesen hat, dass sie auch nach einjähriger Mitarbeit im AStA nicht mal die Haushaltspläne desselbigen lesen kann. Die Personalkosten des Stilbrvch insgesamt belaufen sich seit 2011 auf ca. 18000€ jährlich. Dass die Personalkosten des Stilbrvch 2013 ebenfalls diese Höhe erreichen würden, war seit April des Jahres klar: Die ADF hat selbst für den Haushaltsplan des AStA gestimmt, der diese Kosten beinhaltet. Im Übrigen stehen den Kosten Einnahmen gegenüber, die der Artikel komplett verschweigt.

15. „statt auf unsere Bedenken einzugehen und gemeinsam mit uns ein geeignetes Konzept zu entwickeln, begann das Kulturkollektiv, die ADF offen anzugreifen“
Im Ausgründungsprozess waren seit April 2013 VertreterInnen der ADF involviert. Die Entscheidung, den Aufbau eines selbstverwalteten Kulturreferats am selbstverwalteten Sportreferat zu orientieren, wurde von der ADF bestätigt. Der Kulturreferent der ADF hat sich kontinuierlich im Ausgründungsprozess eingebracht, ebenso wie einige andere VertreterInnen der ADF. Im Dezember ist der Ausgründungsprozess de facto gescheitert, als die Mehrheit der ADF ihren VertreterInnen im Ausgründungsprozess die Unterstützung entzog und lieber realitätsferne Luftschlösser propagierte. Dies ist damit auch das glatte Gegenteil des letztjährigen Wahlversprechens der ADF, einer Ausgründung nicht im Wege stehen zu wollen.

16. „Die Unterstellung, die ADF würde das Stilbrvch schließen wollen, ist an den Haaren herbeigezogen“
Es gibt kein schlüssiges Alternativkonzept, wie das Stilbrvch ohne die derzeitige ehrenamtliche Arbeit weiter betrieben werden könnte. Die ADF hat uns deutlich gezeigt, dass sie vom selbstverwalteten Charakter des Stilbrvchs, von der Verwaltung durch ein Kulturkollektiv und von unserer Veranstaltungsplanung wenig hält. Ohne diese Aspekte wäre das Stilbrvch nicht mehr das Stilbrvch. Eine Weiterarbeit des Kulturkollektivs unter der Fuchtel der ADF wäre Hohn gegenüber der Selbstbestimmung, die sich die ehrenamtlich arbeitenden Kollektivistas auf die Fahnen geschrieben haben. Und ohne das KulturKollektiv und andere freiwillige Menschen kann und wird es das Stilbrvch in seiner jetzigen Form einfach nicht geben!

17. „nicht umsonst haben wir das damalige Vertigo gegründet und mit viel Engagement und Zeit zum Leben erweckt“
„Engagement“ – Im Vertigo gab es keine (!) unbezahlte, ehrenamtliche Arbeit. Viel mehr wurden die entspannten Thekenjobs genutzt, um den eigenen Kadern Geld zuzuschachern. Die zahlreichen LohnempfängerInnen des Vertigos fanden sich fast ausnahmslos auf den Wahllisten der ADF-RCDS-Koalition wieder.
„Zeit“– Jap, einige ADFler haben in ihr 350.000€ teures Prestige-Objekt sicherlich Zeit gesteckt. Das hielt dann ein Jahr an. Danach fanden kaum noch Veranstaltungen statt.
„Leben“ – Poker und Grillabende, Erasmuspartys und selten eine Fachschaftsparty. Der Laden hat damals regelrecht gebrannt… Mehr als Sarkasmus kann man für eine solche Lüge nicht mehr aufbringen.
„nicht umsonst“ – Das stimmt tatsächlich, auch wenn es nicht auf das Vertigo beschränkt war. Ein Hauptengagement des damaligen AStAs bestand ja darin, viel studentisches Geld in dunklen Kanälen versickern zu lassen. Es ist bis heute nicht klar, wohin damals AStA-Gelder im Umfang von mind. 20.000€ verschwunden sind. Auch die zu der Zeit eingeleiteten staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen konnten das bekanntlich nicht klären.

18. „Das Stilbrvch hat sein volles Potential noch lange nicht ausgeschöpft“
Schon wieder richtig. Mit ziemlicher Sicherheit hat die ADF jedoch nicht verstanden, wo diese Potentiale liegen. Es ist schon erstaunlich, dass die Hochschulgruppe, die bis vor drei Jahren daran gescheitert ist, den Laden zu betreiben, den sie sich selbst ausgedacht hat, jetzt auf einmal zu wissen meint, wie mensch es besser macht.

19. „Eine Ausgründung des Stilbrvch auf Grundlage demokratischer Legitimation“
Etwas anderes war nie anvisiert. Den Scheinwiderspruch zwischen demokratischer Legitimation und Selbstverwaltung hat sich die ADF zusammenkonstruiert, während das Sportreferat seit Jahren zeigt, dass dieser Widerspruch lösbar ist. Wir wollen ein selbstverwaltetes Kulturreferat, in dem die MacherInnen gemeinsam mit dem Studierendenparlament die Richtung vorgeben. Wir wollen aber zugleich, dass sich Hochschul-„ParlamentarierInnen“ nur dann in das operative Geschäft einmischen, wenn es wirklich nötig ist. Was sie übrigens bisher auch konnten, es nur nie getan haben.

20. „Öffnung des Stilbrvch für alle Studierenden“
Wer das Savoy oder Alpenmax liebt, wird das Stilbrvch wohl nicht zwangsweise mögen; wobei es auch da Ausnahmen gibt. Grundsätzlich gilt jedoch, dass ein Veranstaltungskeller „für alle“ eine inhaltsleere Plattitüde ist, der keine (!) Location gerecht werden kann. Uns begleitet trotzdem seit der Gründung des Kulturkollektivs das Ziel, so viele unterschiedliche Menschen anzusprechen, wie es harmonisch möglich ist. Im Stilbrvch engagieren sich Studierende aller Fachrichtungen. Die Veranstaltungen reichen von linken Benefizveranstaltungen über Erasmuspartys bis zu O-Phasen-Partys der juristischen Fakultät. Eine breitere Zielgruppe ist kaum möglich. Und selbst wenn: Es wird wahrscheinlich nicht die ADF sein, die das realisieren kann.

21. „neben speziellen Kulturangeboten auch Veranstaltungen anzubieten, die einen Großteil der Studierendenschaft ansprechen“
Im Stilbrvch fanden im letzten Jahr dutzende Veranstaltungen statt, die abseits von „Kulturarbeit“ schlicht Studi-Partys mit Charts-Musik waren. Einige davon haben wir selbst organisiert, andere wurden von MieterInnen durchgeführt. Kommerziell erfolgreiche Studi-Partys finden mehrmals wöchentlich in kommerziellen Clubs der Stadt statt. Und wenn sie unbedingt ausgebaut werden müssen: Niemand verbietet solche Partys im Stilbrvch – wir als großteils Ehrenamtliche haben lediglich kein Interesse, solche Partys selbst zu organisieren oder Dienstleister auf Veranstaltungen zu sein, die uns nicht gefallen. Andere Veranstalter wie der „Campus Club“ hingegen organisieren bereits genau solche Veranstaltungen im Stilbrvch und haben uns gegenüber eine sehr positive Haltung gezeigt.

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Steht das Stilbrvch vor dem aus?

Liebe Feierwütige, Kulturbegeisterte, liebe Gäste,

 so traurig es ist, aber wir müssen euch mitteilen, dass die Zukunft des Stilbrvch gegenwärtig mehr als unsicher ist. Mitte Januar 2014 stimmt die Studierendenschaft erneut über ein Parlament zur Vertretung ihrer Interessen ab. Mit dieser Wahl steht auch das Stilbrvch zur Diskussion, da sich einflussreiche Hochschulgruppen wie die ADF und der RCDS weiterhin gegen das Kulturkollektiv aussprechen. Angesichts des unklaren Ausgangs dieser Wahl wissen wir nicht, ob wir unsere Arbeitsweise als Kulturkollektiv, unsere offene Struktur und unsere Veranstaltungskonzepte auch in Zukunft umsetzen können – ohne diese wäre das Stilbrvch jedoch nicht mehr das Stilbrvch.

Schon nach der letzten Wahl war unsere Zukunft mehr als ungewiss. Doch unerwarteterweise bildete sich eine AStA Koalition aus Jusos, Grüner Hochschulgruppe und ADF, die eine Fortsetzung unserer Arbeit ermöglichte. Insbesondere die „Jusos“ und die „Grünen“ respektierten den selbstverwalteten Charakter des Stilbrvch. Absprachen, die die Autonomie des Stilbrvch vor Eingriffen der Hochschulpolitik schützen, haben im letzten Jahr gut funktioniert. Zugleich wurde eine Loslösung des Stilbrvch vom hochschulpolitischen Klein-Klein anvisiert: Mit der Gründung eines selbstverwalteten Kulturreferats sollte das Kulturkollektiv institutionalisiert werden, so dass Kulturarbeit „von Studierenden für Studierende“ auf Dauer sicher gestellt würde.

Nun, ein knappes Jahr später, glauben wir nicht mehr daran, dass dieses selbstverwaltete Referat Realität werden kann. Während wir mit den Jusos und den Grünen im Zuge des Ausgründungsprozesses in einem kontinuierlichen Dialog standen, stellt sich die ADF als größte hochschulpolitische Gruppe quer. Zwar gelang es uns, einzelne VertreterInnen der ADF vom Sinn eines selbstverwalteten, offenen und auf ehrenamtlicher Arbeit aufbauenden Referat zu überzeugen. Doch der Großteil dieser Hochschulgruppe bevorzugt es, unsere Erfahrung zu ignorieren und sich stattdessen mit eigenen Ausgründungskonzepten zu beschäftigen. Die bisherigen Vorschläge der ADF bezüglich der Ausgründung waren dementsprechend realitätsfern und würden ein Ende des Stilbrvch in seiner jetzigen Form bedeuten.

Angesichts dessen ist für uns klar, dass es mit der ADF weder kurz noch langfristig ein Stilbrvch geben wird. Falls es mit der kommenden Wahl zu einem ADF geführten AStA kommt, ist dies das Ende des Stilbrvch, da die ADF unsere Arbeitsweise weder versteht noch respektiert!

 Jetzt heißt es aktiv zu werden. Informiert die Leute, die das Stilbrvch mögen über die aktuelle Situation. Gebt eure Stimme bei den Hochschulwahlen Gruppen, die das Stilbrvch in seiner jetzigen Form beibehalten wollen. Kommt beim Plenum vorbei, wenn ihr euch unserem Kampf für eine bunte und partizipative Kulturarbeit anschließen wollt.

Achtet auf Ankündigungen auf der Homepage, im Facebook und in der Stadt!

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